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13-10-2003 Ticker Verschiedenes
GEDENKFEIER ANLÄSSLICH DER BEFREIUNG RIGAS VON HITLERTRUPPEN
RIGA, 13. Oktober. /RIA-"Nowosti"-Korrespondent/. Am Montag fand in Riga eine Gedenkfeier statt, die dem 59. Jahrestag der Befreiung der lettischen Hauptstadt von den Hitlertruppen gewidmet war.

Ungeachtet des Regens versammelten sich mehrere hundert Menschen vor dem Denkmal für sowjetische Befreier, das 1985 errichtet worden war. Sie gedachten mehr als 150.000 sowjetischer Soldaten, die im Kampf gegen deutsche Besatzungstruppen gefallen waren. Am Monument legten Vertreter der Botschaften Russlands, Weißrusslands und Usbekistans Blumen nieder.

In ihren Ansprachen verurteilten der Vorsitzende der Sozialistischen Partei Lettlands Alfreds Rubiks, der Teilnehmer an der Befreiung Rigas Laimonis Sedols und andere Veteranen des Großen Vaterländischen Krieges (1941-1945) die Verfolgungen der Teilnehmer der Anti-Hitler-Koalition durch lettische Behörden.

Gegen den Faschismus hatten fast 130.000 Letten und andere Einwohner Lettlands gekämpft. Rund 80.000 von ihnen dienten in der Sowjetarmee. Heute werden diese Menschen von den regierenden Kreisen in Lettland als Besatzer und Feinde des lettischen Volkes hingestellt, konstatierten die Teilnehmer der Gedenkfeier.

Viele Veteranen des Großen Vaterländischen Krieges wie Wassili Kononow, Michail Farbtuch, Jewgeni Sawenko und Nikolai Larionow wurden sogar des Völkermordes am lettischen Volk beschuldigt und vor Gericht gestellt.

Zu gleicher Zeit werden in Lettland auf offizieller Ebene diejenigen in Ehre gedacht, die auf der Seite der Hitlertruppen gekämpft hatten, hieß es ferner. Vor kurzem war dort sogar ein Memorial für die Angehörigen der Lettischen Legion der Waffen-SS eingeweiht worden. An den Feierlichkeiten nahmen Mitglieder der lettischen Regierung und Parlamentsabgeordnete teil. Am neuen Denkmal war im Namen des Premierministers Einars Repse ein Blumenkranz niedergelegt worden.


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