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01-08-2003 Verschiedenes
Russischer Pressespiegel
"Wremja MN":

Die Zeitung zitiert Äußerungen von Wladimir Putin während seines Besuches im Russischen Kernforschungszentrum in Sarow. Wie der Präsident betonte, "muss und wird Russland eine große Nuklearmacht bleiben". Er versicherte den Wissenschaftlern und Konstrukteuren, dass Russland "auch weiterhin alles Notwendige tun wird, damit der wissenschaftliche und der angewandte Teil der Forschungen auf entsprechende Weise gesichert wird".


Zu den Nukleartests sagte der Präsident: "Wir wollen auch in Zukunft die von uns übernommenen Verpflichtungen einhalten, allerdings unter einer Reihe von Voraussetzungen, deren wichtigste darin besteht, dass die anderen kernwaffenbesitzenden Mächte diese Verpflichtungen auf die gleiche Weise behandeln."

"Gazeta":

Unter der Überschrift "Die Ukraine bittet Russland um Brot" berichtet das Blatt, dass in der Ukraine Grütze, Mehl und Teigwaren aus den Lebensmittelläden verschwunden sind und dass im Land faktisch ein spezielles Programm zur Lebensmittelversorgung eingeführt wurde. Der Grund dafür ist die Weizen-Missernte. Der ukrainische Präsident Leonid Kutschma hat bereits Russland um Hilfe gebeten, und Wladimir Putin hat dem Nachbarn 200 000 Tonnen Weizen aus dem russischen Reservefonds versprochen. Der ukrainische Ministerpräsident Viktor Janukowitsch will am heutigen Freitag den russischen Vizeregierungschef Alexej Gordejew überzeugen, dass das Getreide zu Vorzugspreisen geliefert wird. Allerdings zweifeln Marktexperten daran, dass Russland seinen Weizen billig verkaufen wird, so die Zeitung.

„Iswestija":

Eine Reihe der für die Wirtschaft wichtigsten Reformen, so schreibt die Zeitung, die am Anfang der Präsidentschaft Wladimir Putins in Aussicht gestellt worden waren, wurden später aus politischen, besser gesagt, aus populistischen Überlegungen verschoben. Darunter auch die Reform des Systems zur sozialen Unterstützung der Bevölkerung, das äußerst kostspielig ist und dazu noch den Bürgern, die eine solche Unterstützung brauchen, nicht wirklich hilft. Rund 103 Millionen Bürger Russlands bzw. 71,5 Prozent der Bevölkerung genießen Vorzugsleistungen. Der Staat hat sich verpflichtet, dafür jährlich eine Summe bereitzustellen, die 21,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts entspricht. Stimmen in der Regierung meinen, dass eine Aufhebung dieser Vergünstigungen zu teuer wäre. Nach Ansicht von Experten ist aber nur der politische Wille dazu notwendig. Wird dieser aber nicht aufgebracht, bemerkt sie Zeitung, so werden die Vergünstigungen und deren Nutznießer zu einer ernsten Hürde beim Wirtschaftswachstum des Landes.

„Kommersant":

Wie die Zeitung erfuhr, haben die ersten sechs Diamantenschleifunternehmen Russlands mit dem Export von Rohdiamanten begonnen. Damit werden sie zu direkten Konkurrenten des russischen Monopolisten ALROSA. Das bedeutet, dass Russland faktisch das von De Beers aufgezwungene System abgeschafft hat, das die Lieferung von Rohdiamanten nur über einen Kanal vorsah. Formell hatten die russischen Schleifereien bereits im November vergangenen Jahres ihre Freiheit erhalten, als Wladimir Putin einen Erlass über die Liberalisierung des Exports von Rohdiamanten unterzeichnete. Demzufolge haben die Schleifer das Recht, bis zu 15 Prozent der Rohdiamanten, die bei ALROSA bzw. Gochran erworben wurden, zu exportieren oder zur Bearbeitung auszuführen.

„Wedomosti":

Der Lebensstil der Moskauer verändert sich zwar langsam, aber sicher. Nach Angaben der Zeitung hat sich die Zahl der Restaurant- und Cafe-Besucher in den letzten drei Jahren verdreifacht. Bei einer Untersuchung befragten Soziologen Personen, die zwei- bis dreimal in der Woche außer Haus essen. In Moskauer Restaurants trifft man immer häufiger Menschen, die ohne besonderen Anlass essen gehen, und dies praktisch täglich sowie oft auch allein. Solche Besucher wissen eine gute Küche zu schätzen und können sich ein Mittagessen für 50 Dollar leisten. In der Regel sind das alleinstehende Männer mittleren Alters und gesellschaftlich erfolgreiche Personen. Nach ihrer Auffassung sind ein hochwertiges genussvolles Essen einer der wichtigsten Indikatoren für die Lebensqualität.
(Von Boris PETROW, RIA "Nowosti".)

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