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31-12-2003 Verschiedenes
Russische Retter aus Iran zurückgekehrt
( MOSKAU ) Russische Retter, die in der iranischen Stadt Bam gearbeitet haben, die von einem Erdbeben heimgesucht worden war, kehrten in der Nacht zum Mittwoch nach Moskau zurück.

Wie man im russischen Ministerium für Notstandssituationen (MTschS) mitteilte, war eine „Entscheidung über die Einstellung der Suchoperation in Bam nach einer Beratung der Rettungsdienste verschiedener Länder getroffen worden, die zu dem Schluß gekommen waren, dass die weitere Suche nach lebendigen Menschen unter Verschüttungen aussichtslos ist".

157 russische MTschS-Retter befanden sich in Iran ab 27. Dezember. Der Gruppe gehörten Mitarbeiter der zentralen luftbeweglichen Abteilung „Zentrospas", des Zentrums für die Durchführung von Operationen besonderen Risikos „Lider", Ärzte des Zentrums für Katastrophenmedizin „Sastschita" und Kynologen mit sechs für die Suche nach Menschen unter Verschüttungen abgerichteten Hunden an. Nach Iran wurden auch zwei bewegliche Lazarette für Hilfe an Betroffene im Ergebnis des Erdbebens gebracht.

Während der Arbeit in Bam haben russische Retter aus Verschüttungen 109 Tote geborgen, und die Ärzte der beweglichen Lazarette haben medizinische Hilfe 430 Iranern erwiesen. Darunter waren 108 chirurgische Eingriffe vorgenommen worden. Lebendige Menschen waren unter Verschüttungen nicht entdeckt worden.

„Das hängt damit zusammen, dass fast alle Gebäude in der Stadt aus ungebrannten Ziegeln gebaut worden waren, die während des Erdbebens völlig zerfielen. Im Ergebnis gab es unter Verschüttungen keine leeren Räume, wo sich Menschen verstecken könnten", sagte man im russischen Ministerium.

Nach dem Abschluß der Suchoperation hat Russland die Absicht, mit humanitärer Hilfe für Iran zu beginnen.

„Das erste Flugzeug fliegt am Mittwoch früh und das zweite am nächsten Tag ab. Sie werden Zelte, Decken, Warmkleidung und andere notwendige Waren nach Iran bringen", teilte der stellvertretende MTschS-Minister Juri Braschnikow mit. Er fügte hinzu, dass nach Iran auch Medikamente und medizinische Geräte, Generatorern, Öfen und Wasserreinigungsfilter gebracht werden.

Nach unterschiedlichen Schätzungen sind etwa 40 000 Menschen im Ergebnis des starken Erdbebens in Iran am Freitag ums Leben gekommen. (RIA)

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