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24-12-2003 Verschiedenes
Fast jeder fünfte Russe begeht Weihnachten zweimal im Jahr
( MOSKAU ) In der Nacht vom 24. zum 25. Dezember begehen die Christen Westeuropas und Amerikas ihr wichtigstes religiöses Fest -Weihnachten. Das Fest der Geburt Jesu Christi wird zur selben Zeit auch in Russland, wo unter anderem auch Katholiken, Protestanten und Angehörige der anglikanischen Kirchen leben, gefeiert.

Die orthodoxen Weihnachten werden bekanntlich später - erst am 7. Januar - zelebriert. Nichtsdestotrotz pflegen sehr viele Russen, dieses Fest zweimal im Jahr zu begehen. Dabei kann man die Gratulation "Happy Christmas" nicht nur in etablierten christlichen Zentren Russlands, sondern auch in Städten und Siedlungen mit moslemischer oder sogar buddhistischer Bevölkerung hören.

Das ist leicht zu erklären. Bekanntlich umfasst Russland knapp ein Siebtel des Festlandes der Erde und grenzt an alle wichtigsten Weltzivilisationen an. „Fremde" Feiertage gelten hier daher häufig als die „eigenen".

Weihnachtsspecial
Zur Einstimmung auf die Festtage haben wir einige Kleinigkeiten in einem Weihnachts – Neujahrsspezial zusammengestellt. Etwas zum mitsingen, eine Postkartenauswahl von 1959 bis 1992 und nicht zu vergessen, die Schläge der Turmuhr des Spasskaja-Turmes.
In diesem Zusammenhang nennen einige Beobachter die Russen ein Volk mit guter Ausdauer. Denn sie beginnen es gleichzeitig mit Westeuropa und Amerika, die Weihnachten zu begehen, dann kommt die Neujahrsfeier, der schließlich die orthodoxen Weihnachten folgen. Das heißt, man feiert am festlich gedeckten Tisch fast ununterbrochen vom 24. Dezember bis zum 7. Januar.

Laut Soziologen aus dem Russischen Zentrum für Meinungsforschung (WZIOM) werden rund 18 Prozent oder fast ein Fünftel der russischen Bürger in diesem Jahr die „westlichen" Weihnachten begehen (Stand: 24. Dezember Vormittag).

Dabei beabsichtigen drei Viertel der Russen, wie die Umfrage ergab, das Christfest erst am 7. Januar zu feiern. 50 Prozent der Befragten äußerten sich ablehnend zu einem möglichen Übergang der Russisch-orthodoxen Kirche zum einheitlichen Kalender, die die anderen Kirchen anwenden, das heißt, sie wollen die kirchlichen Feiertage nicht auf die „westliche Weise" begehen. Positiv schätzten diese Idee 32 Prozent der russischen Bürger ein, während 18 Prozent der Befragten es schwer fiel, eine Meinung dazu zu äußern. ( RIA-"Nowosti"-Korrespondent Nikolai Scherebzow )

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