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30-10-2003 Verschiedenes
Organisation zum Schutz der Erfinder in Russland gegründet
( MOSKAU ) Am Mittwoch fand in Moskau eine Präsentation des Fonds Rosintellekt statt. Der Fonds gehört der Gesellschaftlichen Unionskammer an, die gesellschaftliche Organisationen Russlands, Weißrußlands und einiger anderer Länder vereinigt.
"Die heutige Präsentation ist der erste Schritt zur Schaffung einer intellektuellen Industrie", erklärte der Präsident von Rosintellekt, Autor des Buches "Intellektualismus - das dritte Weltsystem, oder Wie wird Russland reich", Jaroslaw Werschbizki.


Hintergrund
Popow, Aleksandr Stepanowitsch (1859-1905), russischer Physiker und Funktechniker. Popow wurde am 16. März 1859 in Turjinskije Rudniki (heute Krasnoturjinsk) geboren. Popow, der Sohn eines Priesters, besuchte zunächst das Priesterseminar in Perm, bevor er sich 1877 dem Studium der Mathematik und Physik in Sankt Petersburg zuwandte. Sein Interesse für Elektrotechnik ließ ihn nebenbei im Petersburger Elektrizitätswerk arbeiten. Nach der Promotion 1883 lehrte er in Kronstadt Elektrotechnik und wechselte 1901 an das Elektrotechnische Institut von Sankt Petersburg, wo er als Professor wirkte und 1905 zum Rektor ernannt wurde. Popows Arbeiten und Forschungen konzentrierten sich Überwiegend auf die Elektro- und Nachrichtentechnik. Ab 1888 beschäftigte er sich, motiviert durch die Entdeckung von Heinrich Hertz, mit dem Nachweis elektromagnetischer Wellen. Unabhängig von Guglielmo Marconi entwickelte er eine funktechnische Anlage und Übertrug 1896 erstmals drahtlos Über eine größere Entfernung einige Worte. Allerdings fand Popows Erfindung in Russland kaum die verdiente Anerkennung und daher nur in beschränktem Maße in der russischen Marine Anwendung. Popow starb am am 13. Januar 1906 in Sankt Petersburg. (Quelle: www.physik-lexikon.de)
Das Ziel der neuen Organisation besteht darin, die Rechte der Erfinder, Entdecker und Schöpfer neuster Ideen zu schützen und somit eine erfolgreiche Entwicklung und reiche Zukunft des Landes zu sichern. Weitere Ziele der Organisation sind die Versorgung mit Investmitteln und die praktische Anwendung der Erfindungen russischer und weißrussischer Intellektueller. Dazu bildet Rosintellekt ein spezielles Zentrum zur Verwaltung der Aktiva an intellektuellem Eigentum.

"Historisch gesehen ist Russland ein Produzent intellektueller Produkte. Aber leider erfolgte das Patentieren der russischen Erfindungen nicht immer adäquat", bemerkte Werschbizki.

Als Beispiel führte er die Erfindung des Radios an. Es ist bekannt, dass der Erfinder der russische Wissenschaftler Popow war, aber patentiert hat die Erfindung Marconi, deshalb gilt er in der ganzen Welt als der Erfinder des Radios.

Heute stehen im Register von Rosintellekt rund 18 000 Erfindungen. Werschbizki schlägt vor, die patentierten Ideen in einer einheitlichen technologischen Kette zu vereinigen. In der Endetappe soll das Land sich nach dem Willen der Erfinder in "ein weltweites Konstruktionsbüro" verwandeln.

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