russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.


Archiv:
2003   2004   2005   2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013


24-10-2003 Verschiedenes
Ärzte sind bereit um das Leben von Bergarbeitern zu kämpfen
( MOSKAU ) Russische Ärzte sind bereit, um das Leben von Bergarbeitern zu kämpfen, die sich ab Donnerstag in der havarierten Grube „Sapadnaja-Kapitalnaja" im Gebiet Rostow (Südlicher föderaler Bezirk) befinden.
Das erklärte Prof. Viktor Preobrashenski, stellvertretender Direktor des Gesamtrussischen Zentrums für Katastrophenmedizin, am Freitag vor RIA „Nowosti".


Nach seinen Worten besitzen Ärzte eine effektive Methodik, die es ermöglicht, das Leben von Menschen zu retten, die in eine solche Notstandssituation geraten sind.

Wenn es den Rettungsgruppen gelingen wird, im Laufe von drei bis fünf Tagen zu den Bergarbeitern durchzudringen, die sich im Moment in einer Tiefe von 800 Metern befinden, so werden Ärzte ihr Leben retten können, ist Preobrashenski überzeugt.

Wie die Praxis zeigt, reicht der Sauerstoffvorrat in solchen Fällen für diese Zeitperiode gewöhnlich aus, betonte er.

Preobrashenski sagte, dass sich solche Havarien mehrmals ereignet hatten. Dabei hatten sich Menschen sogar unter der Marke von 800 Metern befunden.

In solchen Fällen können sich bei Bergarbeitern verschiedene Merkmale der Sauerstoffinsuffizienz und der durch den Streß verursachten Reaktion entwickeln. Bei solchen Erscheinungen können Ärzte recht effektive Hilfe erweisen, fügte Preobrashenski hinzu.

Er teilte mit, dass die Filialen des Gesamtrussischen Zentrums für Katastrophenmedizin über die Methodik der Hilfeleistung bei solchen Situationen verfügen. Eine davon befindet sich unmittelbar in Rostow, sagte Preobrashenski.

Die Havarie in der Grube „Sapadnaja-Kapitalnaja" ereignete sich um etwa 17.00 Uhr am Donnerstag im Ergebnis des Schachtdurchbruchs. In die Grube strömte das Wasser, das sich in alten Untertagebauen angesammelt hatte. 25 Bergarbeiter konnten selbständig den Weg zur Oberfläche finden und 46 bleiben vorläufig unter der Erde. Das Wasser gelangt weiter in die Grube.

Die Rettungsgruppen versuchen, durch die benachbarten Abbauen zu den Kumpeln durchzudringen. Nach Meinung von Spezialisten können diese Arbeiten etwa zwei Tage in Anspruch nehmen. (RIA)

Archiv:
2003   2004   2005   2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013