russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.


Archiv:
2003   2004   2005   2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013


24-10-2003 Verschiedenes
Wettlauf mit der Zeit um das Leben der verschütteten Kumpel
NOWOSCACHTINSK. Fast 200 Rettungskräfte versuchen nach wie vor, die in der Kohlegrube „Sapadnaja-Kapitalnaja“ nahe dem südrussischen Rostow eingeschlossenen 46 Bergleute zu bergen. Gegenwärtig wird der havarierte Schacht weiter aufgeschüttet.
Gestern abend hatte das Gewicht einer unterirdischen Wasseransammlung den Stollen zum Einsturz gebracht, worauf sich 28 Millionen Kubikmeter Wasser in den Schacht ergossen.


Nach Angaben der Einsatzleitung hatten sich 25 Bergleuten an die Oberfläche retten können. Für die Verschütteten sinkt mit dem weiteren Ansteigen des Wasserspiegels die Aussicht, die Katastrophe zu überleben.

Präsident Putin hat von den Verantwortlichen gefordert, für die Rettungsarbeiten alle verfügbaren Mittel und Kräfte einzusetzen.

Inzwischen beteiligen sich auch Bergleute aus den benachbarten Gruben an den Bergungsversuchen. Um die eingeschlossenen Kumpel zu erreichen, sollen ein Rettungstollen von 74 Meter Länge aus der Grube „Komsomolskaja prawda“ und ein zweiter, 60 Meter langer, aus der Grube „Lenin“ geschlagen werden. Diese Arbeiten werden voraussichtlich zwei Tagre in Anspruch nehmen.
b Wie aus dem Operativstab mitgeteilt wurde, sei die Ursache für den Wassereinbruch die Nichtbeachtung von Sicherheitsvorschriften in benachbarten Schächten. Dort sei infolge fehlender Mittel auf das regelmäßige Abpumpen des sich bei der Kohleförderung ansammelnden Wassers verzichtet worden, was zu der Bildung eines riesigen unterirdischen Sees über der Grube „Sapadnaja-Kapitalnaja“ geführt habe. Die Staatswaltschaft des Gebietes Rostow hat bereits ein Strafverfahren gegen die Verantwortlichen eingeleitet.

Nach Meinung von Experten haben die Verschütteten nur dann eine Chance zu überleben, wenn es ihnen gelungen ist, sich auf die sogenannten Bögen der überschwemmten Grube zu flüchten. Ihre genaue Position soll per Schallortung bestimmt werden. Die Funkverbindung ist unterbrochen. (hh/.RU)













Archiv:
2003   2004   2005   2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013