russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.


Archiv:
2003   2004   2005   2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013


22-10-2003 Verschiedenes
65 Jahre Akademie für Aussenaufklärung
( MOSKAU ) Die berühmte 101. oder „Waldschule", die heute Akademie für Außenaufklärung Russlands heißt, wird am Mittwoch 65 Jahre alt.
Die Aufklärung ist nur ein Instrument der Politik. Solange verschiedene Staaten in der Welt bestehen, werden die Aufklärung und folglich auch Lehreinrichtungen bestehen, die Berufskader ausbilden, sagte einer der namhaften Absolventen dieser Akademie der RIA „Nowosti" gegenüber.


Er meint, dass die Akademie einen solchen Grad der Berufsausbildung und der allgemeinen Bildung sichert, der es ermöglicht, nicht nur effektiv die Aufklärungsangaben zu gewinnen, sondern sie nicht weniger effektiv für die Gewährleistung der nationalen Sicherheit Russlands zu nutzen.

Die Akademie nimmt ihren Ursprung von einer Lehreinrichtung, die durch einen Beschluß des Politbüros des ZK der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (B) speziell für die zenrale Ausbildung von Agenten der Geheimdienste gegründet wurde. Die ursprüngliche Spezialisierung der Absolventen dieser Lehreinrichtung war eher die Diversions- als die Aufklärungsrichtung. Die Ausbildungsfrist von Agenten machte maximal 1 Jahr aus.

Vor dem Überfall Hitlerdeutschlands auf die UdSSR hatte diese Lehreinrichtung nur zwei Entlassungen, und in den ersten Jahren des Großen Vaterlängischen Krieges (1941-1945) hatte die Führung des Landes einen Mangel an Kundschaftern.

1943 wurde diese Lehreinrichtung in die Aufklärungsschule umbenannt. Die Ausbildungszeit verlängerte man auf zwei Jahre, erweiterte wesentlich die Lehrpläne und das Studium einer Fremdsprache sowie ergänzte die Diversions- und Abwehrtätigkeit durch die militärische Aufklärungsspezialisierung.

Im Jahre 1948, dem Höhepunkt des Kalten Krieges, wurde eine durchgreifende Reform der Aufklärungsschule durchgeführt. Ihre Programme erfuhren einen großen Wandel. Es entstanden neue Lehrstühle und Unterrichtsfächer. Auch ihr Status wurde höher. Aus der Aufklärungschule verwandelte sie sich in die Hochschule für Aufklärung, die auf die Ausbildung von Kadern der strategischen Aufklärung orientiert war. Sie nannte man die 101. oder „Waldschule".

Im Dezember 1967 wurde die Hochschule für Aufklärung für den Beitrag ihrer Absolventen zur Gewährleistung der Sicherheit des Staates mit einem Rotbannerorden ausgezeichnet. 1968 wurde sie in die Hochschule des Komitees für Staatssicherheit (KGB) der UdSSR umgestaltet. Nach dem Tod des KGB-Vorsitzenden Juri Andropow wurde der Hochschule sein Name zuerkannt. Sie nannte man die Andropow-Hochschule.

Ende 1994 wurde sie in die Akademie für Außenaufklärung reorganisiert.

Heute ist sie im Dienst für Außenaufklärung Russlands nicht nur die einzige und einmalige Lehreinrichtung, sondern auch ein großes Forschungszentrum für einen großen Kreis von Problemen der Organisation der Aufklärungstätigkeit. (RIA)

Archiv:
2003   2004   2005   2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013