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14-10-2003 Verschiedenes
Zwei neue russische Nobelpreisträger
Am 10. Dezember wird in Stockholm die traditionelle Nobelpreisverleihung stattfinden. Den Nobelpreis für Physik teilen sich, wie kürzlich bekanntgegeben wurde, drei Wissenschaftler. Unter ihnen sind zwei russische Staatsbürger: Vitali Ginsburg und Alexej Abrikossow.

Sie werden für ihren „hervorragenden Beitrag zur Theorie über Supraleitfähigkeit und Suprafluidität" ausgezeichnet. Obwohl diese Theorien noch in den 50er Jahren formuliert worden waren, wurden sie heute durch die rasante Entwicklung neuer Materialien besonders aktuell, heißt es in der Erklärung des Nobelkomitees.

Vitali Ginsburg wurde 1916 in Moskau geboren. Er ist russischer Staatsbürger und hat die theoretische Gruppe im Lebedew-Institut für Physik der Russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau geleitet.

Alexej Abrikossow wurde 1928 in Moskau geboren. Er hat sowohl die russische als auch die amerikanische Staatsbürgerschaft. Als „Ehrenforscher" arbeitet er im Argonne National Laboratoty im US-Bundesstaat Illinois.

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Forscher aus Russland bekommt Physik-Nobelpreis (7.10.2003)
Der dritte Preisträger, Anthony Leggett, wurde 1938 geboren. Dieser Wissenschaftler mit einem britischen und einem amerikanischen Pass forscht an der Univesity of Illinois in den USA.

Das Millenium ist vorbei, ein neues Jahrhundert hat begonnen. Die Großtaten der Politiker sowie die Fehler der Vergangenheit geraten in Vergessenheit. Etwas wird aber noch lange in Erinnerung bleiben. Das sind die Dinge, die das Leben wirklich vorantreiben. Es wäre heute angebracht, sich an das Gute zu erinnern, das Russland dem 20. Jahrhundert gegeben hat: An die Forscher, die einen Nobelpreis erhalten haben.

Neunmal ging der begehrteste internationale Preis im vergangenen Jahrhundert an russische Wissenschaftler.

1904 wurde Iwan Pawlow für seine Arbeiten in der Physiologie der Verdauung ausgezeichnet.

1908: Ilja Metschnikow für seine Arbeiten in der Immunologie.

1956: Nikolaj Semjonow für Grundlagen der Theorie der Kettenreaktion.

1958: Pawel Tscherenkow, Igor Tamm, Ilja Frank für die Entdeckung und Erforschung des Leuchtens von Teilchen bei Überlichtgeschwindichkeit.

1962: Lew Landau für bahnbrechende Arbeiten in der Physik der kondensierten Materie.

1964: Nikolaj Bassow, Alexander Prochorow für die Schaffung der ersten Laser.

1978: Pjotr Kapiza für die Entdeckung fundamentaler Erscheinungen und Methoden in der Physik der niedrigen Temperaturen.

2000: Schores Alfjorow für die Schaffung von Halbleiterheterostrukturen, die den Informationstechnologien zugrunde liegen.

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Russischer Akzent des Nobelpreises (13.10.2003)
Es wäre nicht übertrieben zu behaupten: Die Schaffung der Quantenelektronik, auf deren Grundlage in Russland die Laser erfunden wurden, war eine herausragende Leistung des 20. Jahrhunderts. Die Schöpfer der Laser waren die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften Nikolaj Bassow und Alexander Prochorow. Heute gibt es kaum einen Bereich, in dem diese Erfindung keine Anwendung findet. Fernsehen und Internet, CD-Player und Geräte für Augenoperationen, grundsätzlich neue Projekte der Raumschifftriebwerke: All dies haben wir Bassow und Prochorow zu verdanken.

Der Fortschritt ist nicht aufzuhalten. Auch heute betreibt Russland einmalige Forschungen auf dem Gebiet der Lasertechnologien. Die Spitzenreiter in diesem Forschungsbereich sind Physiker aus St. Petersburg. In ihren Laboren schaffen sie verschiedene Halbleiterlaser. Im Labor des Nobelpreisträgers Schores Alfjorow kann man inzwischen Kristalle wachsen lassen, die streng geordnete Brocken eines anderen Stoffs wie Rosinen in Pudding enthalten. Diese Brocken oder Quantenpunkte, wie sie noch genannt werden, sind nur einige Nanometer groß. Das ermöglicht die Schaffung leistungsfähiger Laser von einer bisher unzugänglichen Wellenlänge. Für die Faseroptik bedeutet es die Möglichkeit, eine größere Menge an Informationen über einen einzigen Kommunikationskanal zu übertragen. Die neueste Entwicklung sind Infrarot-Laser mit umschaltbaren Frequenzen.

Die Welt der Wissenschaft ist praktisch endlos, auch die Anwendungsmöglichkeiten auf der Erde und natürlich in Russland sind unbegrenzt. Das bestätigen die jüngsten Leistungen und die daraus resultierende Anerkennung der russischen Forscher. (Andrej Kisljakow, politischer Kommentator der RIA „Nowosti")

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