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10-07-2003 Verschiedenes
Russische Bergsteiger bezwangen hochaktiven Vulkan
(PETROPAWLOWSK-KAMTSCHATSKI) Bergsteiger der Kamtschatka-Halbinsel haben den Vulkan Kljutschewskoi in der Periode seiner erhöhten Aktivität bezwungen.

Wie Alexander Bitschenko, Leiter des Bergsteigerklubs „Kutch", mitteilte, ist eine Gruppe von 13 Bergsteigern, die im Laufe von acht Tagen drei Gipfel der Kljutschewskoi-Vulkangruppe bestiegen hatten - den Kamenj (4579 m), den Ploskaja Dolnaja (3903 m) und den Kljutschewskoi (4750 m)- am Mittwoch nach Petropawlowsk-Kamtschatski (Verwaltungszentrum des Kamtschatkagebiets) zurückgekehrt. Diese Expedition war dem 45. Jahrestag des Alpinismus auf Kamtschatka gewidmet.


Die ältesten Mitglieder der Bergsteigergruppe waren die Alpinismus-Veteranen Iwan Kowalenko und Michail Ostrogorski mit jeweils über 60 Jahren.

Auf dem hochaktiven Vulkan Kljutschewskoi sammelten die Alpinisten im Auftrag von Vulkanologen Lava-Asche und machten Panoramaaufnahmen.

Der Aufstieg auf den Gipfel des Kljutschewskoi begann am 5. Juli in einer von den Vulkanologen festgestellten Periode erhöhter Aktivität des Vulkans. Wie Bitschenko berichtete, erreichten die Ascheauswürfe aus dem Krater in den Nachtstunden eine Höhe bis zu 3000 m. Durch die Erschütterung der Kuppel vom Kraterrand abrollende Steine waren eine zusätzliche Gefahr bei der Besteigung. Im Krater selbst waren Dämpfe und Gasblasen zu beobachten. Es sei zwar "abenteuerlich" gewesen, bei unverkennbaren Vorzeichen eines starken Ausbruchs auf den Vulkan zu steigen, aber die gewonnenen Eindrücke hätten dies gerechtfertigt, sagte Alexander Bitschenko.
bei russland.RU
• Webcam vom Vulkan Kljutschewskoi
• Satellitencam Kljutschewskoi und Karymsky Vulkane
• Rekordhitze auf Kamtschatka (04.07.2003 mit Karte )
Der Kljutschewskoi ist der höchste aktive Vulkan Asiens und Europas. Gegenwärtig ist auf dem Gipfel des Kljutschewskoi hin und wieder ein Aufleuchten zu sehen, was vom Austritt neuer Lava zeugt. Seismische Stationen fixieren eine große Anzahl von Oberflächenerdbeben und Erdbeben in einer Tiefe von etwa 30 km unter dem zentralen Krater sowie ein ständiges krampfartiges vulkanisches Beben, das Vulkanologen als Vorzeichen eines starken Ausbruchs ansehen.

Der Vulkan Kljutschewskoi war der erste bestiegene Gipfel auf dem Territorium des heutigen Russland. Bei der Erschließung der östlichen Gebiete Russlands hatten die Teilnehmer einer russischen Expedition, Daniil Gauss und seine zwei Gefährten, im Jahre 1788 den Kljutschewskoi erklommen. /RIA-„Nowosti"-Korrespondentin Oksana Gussewa/.

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