Schlechte Nachrichten verkaufen sich besser als gute. Voilá: russische Rentnerinnen fast verhungert ... Schulkinder mit knurrenden Mägen ... alleinstehende Mutter mit drei Kindern beinahe erfroren ... Behinderte ohne Betreuung ... Hochbegabte verdorren in der Provinz ... undsoweiter, undsoweiter.
Es geht auch anders: Festessen in der Einöde ... Küchenlöffel, die nicht schlagen ... Kinder lachen wieder mit ihrer Mutter ... Freundschaften trösten Behinderte ...Dorf-Talent wird Physiker.
Die hinter diesen Schlagzeilen stehenden Geschichten stammen aus der Kleinstadt Tarusa 100 km südlich von Moskau. Verbunden sind sie durch die Präzision eines Schweizer Uhrwerks, das sich dort niedergelassen hat.
Ein junger Tischler verliebt sich in die Naturidylle und verschließt dabei nicht seine Augen vor den sozialen Härten der neuen Nachbarn. Er gründet eine Stiftung, um mit Spendengeldern aus der Heimat die kleinen Projekte auf eine nachhaltige Schiene zu setzen.
Die Rede ist von der Raduga-Stiftung, einem kleinem Netzwerk eidgenössischer Zuverlässigkeit, das ohne viel Tamtam Sonne in den Alltag vieler von ihrer Geschichte geschlagenen Menschen in Tarusa und Umgebung bringt.
Nicht nur der Gouverneur der Region ist begeistert und dankbar, sondern auch wir, russland.RU, und das uns sponsornde Softwareunternehmen Okasoft.de, die ihren Firmensitz in Tarusa haben.
Seit Jahren beobachten wir diese kleine "Metastase des Guten" und sind anscheinend angesteckt worden. Der Herausgeber des in Deutschland so beliebten Online- Magazins und die Programmierer waren sich schnell einig, der Raduga-Stiftung eine Homepage zu bauen, um in Zeiten gnadenlos tickender Bomben eine gnadenreich tickende Initiative an eine größere Glocke zu hängen.
All denjenigen, die optimal eingesetzten Schweizer Franken ein paar Euros hinterschicken wollen, um die in Russland absurd geöffnete Reichtumsschere um Mikromillimeter zu schließen, sei der kleine Regenbogen (raduga) zwischen der Schweiz und Tarusa ans Herz gelegt.
Kein Cent wird abgezweigt, besser formuliert, jeder Cent findet sein Ziel. Hinzu kommt, dass alle Spender nach Tarusa reisen können, um die Wirkungen ihres Tuns vor Ort in Augenschein nehmen können. (russland.RU/raduga)