Dramatischer Arbeitsbeginn für die neue norwegische Fischereiministerin Helga Pedersen durch Fischtrawler aus Russland
Der erste Arbeitstag der neuen norwegischen Fischereiministerin Helga Pedersen verlief erheblich dramatischer als erwartet. Schuld daran ist die „Elektron-Affäre“ in der Barentssee. Inzwischen wurde eine diplomatische Lösung des Konflikts gefunden.
Helga Pedersen war bis zu ihrer gestrigen Ernennung zur Fischereiministerin der neuen rot-rot-grünen Regierung in Oslo Gouverneurin der nordnorwegischen Provinz Finnmark, an der Grenze zu Russland.
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Video bei russland.RU - Norwegen auf Jagd nach dem russischen Trawler
Sie verfügt über ausgezeichnete Russland-Kenntnisse verfügt über ein großes Kontaktnetz nicht zuletzt in der Region Murmansk. Pedersen war mehrmals Teilnehmerin auf Seminaren, die von russland.RU / OOO Flait im Auftrag der Provinzregierung Finnmark durchgeführt wurden.
Helga Pedersen erwartet, daß die Russen den Trawler „Elektron“ stilllegen. „Dies ist eine Gelegenheit für die russischen Behörden zu beweisen, daß sie die Umweltkriminalität in der Barentssee Ernst nehmen. Sie haben ja erklärt, daß sie dies tun. Ich erwarte, daß wir dieses Boot nie wieder auf dem Meer sehen werden“, sagte Helga Pedersen in einem VG-Interview.
Der russische Trawler ist mittlerweile auf dem Weg nach Murmansk, wo er in der Nacht erwartet wird. Das Begleitschiff „Tver“ der russischen Marine soll die „Elektron“ auf hoher See treffen, um die norwegischen Fischereiinspekteure zu übernehmen, die sich immer noch unfreiwillig an Bord des Trawlers befinden.
Inzwischen ist auch der Anti-Uboot Kreuzer „Admiral Levchenko“ aus dem Hafen von Severomorsk ausgelaufen, um das Eindringen von ausländischen Schiffen in russische Territorialgewässer zu verhindern. Marinesprecher Igor Dygalo betonte jedoch, daß dies nicht in Zusammenhang mit der „Elektron“ steht, die von zwei norwegischen Küstenwachtschiffen begleitet wird. „Die Marine wird nicht in die Situation in Verbindung mit dem Fischereiboot „Elektron“ eingreifen, sagte Dygalo.
Ein Vertreter des Sicherheitsdienstes FSB hatte in Murmansk erklärt, daß sich der Kapitän der „Elektron“ gesetzwidrig verhalten habe.
Der Pressesprecher des norwegischen Außenministeriums betonte, daß die „Elektron-Affäre“ keinen Konflikt zwischen Norwegen und Russland darstellt sondern daß es um einen Vorgang geht, bei dem ein Fischereitrawler norwegische Regeln verletzt hat. [ russland.RU – internettavisen ]